Edwin "Buddy" Bude


Edwin "Buddy" Bude

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Was flüstern die Elfen

Ein Waldspaziergang durch die Jahreszeiten

"Der Wald, die gesamte Pflanzenwelt mit seinen Wesen und Geheimnissen werden zu einer Faszination. In die Natur eingebunden zu sein bedeuten Glück und Harmonie! Edwin's Sichtweise, das Erlebte mit dem immensen Wissen unserer Vorfahren zu vereinen geschieht in seinem Buch. Den Leser mitreißen, begeistern und zum schützenden Handeln aufzurufen steht in und zwischen den Zeilen. Ich danke Edwin für dieses aktive menschliche Handeln, mit Worten und Buchstaben  dem Leser Achtenswertes aufzuzeigen.

Die Seele wird zu einem Mitleser! Hut ab"

Sebastian Viellechner  ( "Kräuterwastl" )



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Die Tanne

Die Tanne, die Königin unter unseren heimischen Bäumen, steht für ein ewiges Leben, Treue, Würde und ganz besonders für das Licht. Heute ist es besonders die Nordmanntanne, die als klassischer Christbaum gilt. Der Brauch weist auf die vorchristliche Zeit, denn schon immer holten sich Menschen im Winter grüne Pflanzen ins Haus. In der dunkelsten Stunde, zur Wintersonnwende, feierten schon die Kelten mit ihnen die Wiedergeburt des Lichtes. Von den Christen wurden diese Lichtkulte aufgegriffen und schließlich übernommen. 1539 stand im Straßburger Münster der erste Christbaum, um diesen heidnischen Glauben in geordnete Bahnen zu bringen. Da ist es selbsterklärend, dass die Geburt Jesu, als Licht der Welt, in diese Zeit gelegt wurde (siehe Kapitel: Wintersonnwende).

Geschmückt und behängt wurden die Bäume mit Strohsternen, Äpfeln, Nüssen und zwölf Kerzen (für jeden Monat eine Kerze).

Heute stehen an die 29 Millionen Christbäume zu Weihnachten in unseren Wohnungen.

Rainer Limpöck - Alpenschamene
Rainer Limpöck - Alpenschamene

Räuchern und vergraben, ein uralter Brauch

Das Harz der Fichte ist ein ausgezeichnetes Räucherwerkzeug. Der Wastl spricht vom „boarischen“ Weihrauch. Er vertreibt nicht nur die lästigen Mücken, sondern hat auf den Menschen eine beruhigende Wirkung. Es wurde von allen Völkern mit fast allen getrockneten Pflanzen geräuchert. Für unsere Vorfahren war das Räuchern eine feste Zeremonie, aber auch heute wird wieder mehr und mehr geräuchert. Auf Weihnachtsmärkten und anderen vergleichbaren Veranstaltungen werden Räucherstäbchen, -kerzen und -öle angeboten. Dazu eine CD mit spiritueller Musik oder ein paar Glöckchen. Zuhause sitzt man dann wie Buddha auf dem Boden und versucht zu meditieren. Das ist zwar eine schöne Zeremonie, hat aber wenig mit dem ursprünglichen Ritual der alten Völker zu tun. Diese glaubten, dass der Rauch eine Verbindung zur jenseitigen Welt herstellt, Krankheiten vertreibt und Haus und Hof von bösen Geistern reinigt. Gleichzeitig werden die guten Geister zum Schutz eingeladen.

Auf dem ersten Blick sieht das recht lächerlich aus! Doch schauen wir mal in unsere Zeit, dann werden wir feststellen, dass auch hier fest geräuchert wird.

In der Katholischen Kirche wird vor der Messe vom Ministranten die Kirche und dann vom Pfarrer noch zusätzlich der Altar mit Weihrauch geräuchert. Warum machen unsere Kirche aber auch andere Religionen dies? Um den Raum zu reinigen? Vor bösen Energien zu schützen? Oder ist es einfach nur so ein Brauch?

Meine gute Freundin Gabi Achorner aus Osttirol räuchert regelmäßig ihr Haus, besonders bei Krankheiten in der Familie. In ländlichen Gebieten ist das nichts Ungewöhnliches. Auch meine Mutter ging am Hl. Abend und am Dreikönigsfest (6. Januar) mit Weihrauch durch unsere Wohnung und betete den Rosenkranz. Der 6. Januar ist der letzte Tag, der Rauchnächte, bei uns als Rauhnächte bekannt. Diese Rauhnächte haben ihren Ursprung bei den Kelten und Germanen.

Ebenso sahen die Indianer in Krankheiten böse Geister, die durch das Rauchen (Tabak) und das Räuchern von Kräutern und Nadeln der Bäume aus dem Körper transportiert wurden.

Auch ich habe das Räuchern wiederentdeckt und der Wastl hat mir gezeigt wie es geht.

Ein bauchiges Marmeladenglas wird zu einem Viertel mit Sand gefüllt, ein Teelicht angezündet und darüber ein Gitternetz gelegt. Auf das Gitternetz kommt dann das Räucherwerk. Ich nehme fest getrocknetes hartes Fichten-, Lärchen- oder Kiefernharz. So habe ich immer den Geruch des Waldes in der Wohnung. Aber auch getrocknete Kräuter können geräuchert werden. Sigrid Thaler, eine Südtiroler Kräuterpädagogin, beschreibt in ihrem Buch Mein Kräuterbüchlein genau, welche Pflanze was bewirkt.